Das Wichtigste im Überblick:
Letzte Möglichkeit Einspruch zu erheben: 09.04.2018 – 18.05.2018!
In der ersten Phase vorgebrachte Eingaben nochmals abgeben!
– 
Anhaltspunkte/Themen für Stellungnahmen Mit der öffentlichen Auslegung der Planungsentwürfe vom 09.04.2018 – 18.05.2018 im Bamberger Stadtplanungsamt (Adresse und Öffnungszeiten) beginnt auch die zweite – und damit letzte (!) – Phase der Bürgerbeteiligung.
Während der Frist müssen möglichst massenhaft Einsprüche gegen die Planungen –  schriftlich oder HIER online – beim Baureferat der Stadt Bamberg eingereicht werden.


Dabei gilt:
„Die Öffentlichkeit, die sich bei der frühzeitigen Beteiligung (§ 3 Abs. 1 BauGB) zu dem Bauleitplankonzept äußerte, kann sich über das Ergebnis der Prüfung der Beiträge durch Einsichtnahme in den Planentwurf während der öffentlichen Auslegung informieren. Sollen die Beiträge als Anregung weiter aufrechterhalten werden, so müssen sie während der öffentlichen Auslegung erneut vorgebracht werden.“Wer also schon in der 1. Phase der Bürgerbeteiligung Stellung genommen hat und der Meinung ist, dass diese nicht berücksichtigt wurde, muss die Stellungnahme jetzt in der 2. Phase nochmal abgeben, evtl. ergänzt durch weitere Aspekte!Als ein kleine Hilfestellung findet sich hier ein blanko Anschreiben. Bitte dort ganz individuell/persönlich Begründungen/Sorgen/Bedenken/Vorbehalte/etc. einfügen!Im aktuellen Rathausjournal Nr.5 vom 23.3.2018 gibt es auf den Seiten 18-21 eine Bekanntmachung zur Flächennutzungsplanänderung und Bebauungsplan Nr. 429 „Gewerbepark Geisfelder Straße“.
Als weitere Unterstützung stellen wir hier eine kleine Liste an Themen zur Verfügung, die gerne in einzelnen Eingaben aufgegriffen werden können: (Wichtig ist aber die ganz persönliche Formulierung und natürlich möglichst viele Einsprüche!)

  • Gesundheitliche Beeinträchtigung durch Lärm, Abgase und Feinstaub.
  • Sorge um die gesundheitliche Beeinträchtigung insbesondere der Kinder in den Wohngebieten zwischen Pödeldorfer- und Geisfelder Straße.
  • Gefährdung der Kinder im Straßenverkehr / durch erhöhtes Verkehrsaufkommen.
  • Gefährdung von Trink- und Grundwasser.
  • Vernichtung von Staatswald (der nicht zur Konversionsfläche gehört) für den Bau der Polizeiinspektion.
  • Vernichtung von Wald der für Bamberg von wichtiger Bedeutung für die Luftqualität, Frischluftzufuhr und den Schallschutz ist.
  • Einschränkung der Lebensqualität durch Lärm und Abgase sowie erhöhtes Verkehrsaufkommen auf allen Straßen und Zubringern zum neuen Gewerbegebiet und der Polizeiinspektion.
  • Kritik wegen massiver Beeinträchtigung der Naherholungsfunktion des Hauptsmoorwaldes und Einschränkung der ohnehin sehr begrenzten Naherholungsmöglichkeiten für die Bürger/innen im Bamberger Osten / Südosten.
  • Sorge um die Vernichtung und Verdrängung von seltenen Tier- und Pflanzenarten, die gerade auf dem bislang geschützten Muna-Gelände einen Rückzugsort hatten.
  • Sorge wegen der Flächenversiegelung die den Boden undurchlässig macht für Niederschläge. Wo kein Raum ist um Wassermassen aufzunehmen und zu sammeln, steigt die Gefahr eines Grundwasseranstiegs oder an Überflutungen in allen angrenzenden Stadtteilen und Wohngebieten. (Übernimmt die Stadt Bamberg die Kosten für alle Schäden?)
  • Sorge wegen des hohen Flächenverbrauchs. Dieser zählt lt. Bayerischem Landesamt für Umwelt zu den bedeutendsten Umweltproblemen in Bayern (Vgl. LfU Bayern)
  • Sorge wegen des hohen Flächenverbrauchs und der Flächenversiegelung als Widerspruch zum erklärten Ziel der Klimaallianz von Stadt und Landkreis Bamberg, in dem eindeutig formuliert ist, dass es zwingend geboten ist und erklärtes Ziel, „die Bodenressourcen zu schützen und ihnen bei allen Maßnahmen, die eine Flächenversiegelung zur Folge haben, im Rahmen eines Abwägungsprozesses höchste Priorität einzuräumen.“
    (vgl. Klimaallianz – Stadt und Landkreis Bamberg auf dem Weg zur Energieautokratie, März 2017, S. 14.)
  • Kritik wegen des hohen Flächenverbrauchs an bislang unbebauter Fläche anstelle einer effektiven Reduzierung des Flächenverbauchs durch die Nutzung erschlossener Flächen (Leerstand von Gewerbeimmobilien oder Aufstockung bestehender eingeschossiger Gewerbeimmobilien) auf dem bisherigen Stadtgebiet. 
  • Kritik wegen des hohen Flächenverbrauchs an bislang unbebauter Fläche und den dafür notwendigen erheblichen Erschließungskosten aus dem Haushalt der Stadt Bamberg, sowie eines fehlenden Nachweises, wann und ob sich diese Kosten, sowie der notwendige Unterhalt, amortisieren.
  • Kritik daran, dass die Stadt die Notwendigkeit für das neue Gewerbegebiet damit begründet, dass dadurch mehr Gewerbesteuern eingenommen werden können. Gleichzeitig sieht die Planung vor den Dehner Gartencenter vom bisherigen Standort Moosstraße 109 auf den neuen Gewerbepark Geisfelder Straße zu verlagern und dort lediglich mit mehr Parkplatzfläche auszustatten.
  • Kritik wegen mangelnder oder unterlassener Prüfung von alternativen Standorten für interessierte Gewerbebetriebe, aber auch für die Polizeiinspektion und entsprechende Angebote bei Anfragen.
  • Kritik am geplanten Standort der Polizeiinspektion, der kaum einen Streckenvorteil von Einsatzfahrzeugen der Polizei bis zur Autobahn bietet, (1,9 km statt bislang 2,8 km), dafür aber über 2 Hektar gesunden Mischwald vernichtet.
  • Kritik an der Informationspolitik der Stadt Bamberg, die ein riesiges Industrie- und Gewerbegebiet mit circa 100 Hektar plant und dabei völlig im Unklaren lässt, welche Unternehmen konkretes Interesse und konkreten Flächenbedarf angemeldet haben.
  • Kritik an der Informationspolitik der Stadt Bamberg, die auch nicht darüber informiert, welche Art von Industrie und Gewerbe ihr Interesse angemeldet hat. Von der Art der Betriebe wird aber die zukünftige Verkehrsbelastung und der Schadstoffausstoß durch Verkehr und Betriebe abhängen.