Wir sind überwältigt!

Wir haben den Bürgerentscheid Für den Hauptsmoorwald gewonnen!

Alle Wahlergebnisse auch nach Stimmbezirken aufgeteilt findet Ihr hier: 


Die brennendsten Fragen zum Bürgerentscheid

Kann ein Großinvestor tun und lassen was er will?

Karin Einwag erklärt:

  • Ein Großinvestor, der die MUNA übernehmen würde, kann nicht nach Gutdünken handeln.
  • In jedem Fall behält die Stadt – wie überall im Stadtgebiet – die Planungshoheit.
  • dies wurde vom Bundesministerium der Finanzen bestätigt: Die Planungshoheit…liegt dabei in der alleinigen Zuständigkeit der Stadt Bamberg.

Was passiert mit der Muna, wenn das Bürgerbegehren gewinnt?

Ein Ja für das Bürgerbegehren bedeutet den Stop des Bebauungsplans Nr. 429. Ein Ja für das Bürgerbegehren heißt nicht, dass auf der Muna nichts passiert, die Zäune und die Altlasten auf der Fläche bleiben.  Es ist eher ein Startsignal für eine neue und behutsame Planung fürs Muna Gelände mit Bürgerbeteiligung, Vertretern der Naturschutzverbände und Klimaforschern. Volker Braun appelliert: „Nur das Bürgerbegehren beendet sicher den aktuellen Bebauungsplan und bietet die einmalige Chance die MUNA behutsam zu entwickeln!“

Wie gravierend sind die Altlasten/Kampfmittel auf der Muna?

Diplom-Geoökologe Erich Spranger:

  • die Altlastenerkundung ergibt für die meisten Verdachtsflächen keine oder nur geringe Hinweise auf Gefährdungen.
  • im Bereich der MUNA müssen nach aktuellem Stand gerademal 4 kleinere Bereiche saniert werden.
  • Inwieweit Kampfmittel eine Rolle spielen ist unklar, es gibt zwar Verdachtsflächen, die bislang durchgeführten Untersuchungen ergaben aber keine Hinweise.
  • das Altlastenproblem auf der MUNA wird derzeit als wenig problematisch eingestuft, anders sieht es auf dem Schießplatz aus, der mit Schwermetallen belastet ist.

Welche Auswirkung hat das geplante Industrie- und Gewerbegebiet auf die Erwärmung von Bamberg im Zusammenhang mit dem Klimawandel?

Mikroklimaforscher Prof. Foken:

  • Bamberg gilt mit Würzburg als wärmste Stadt Bayerns.
  • der Klimawandel ist hier bereits angekommen, die Erhitzung der Innenstadt durch eine drohende Verringerung der Kaltluftzufuhr aus der MUNA ist eines der größten Probleme.
  • Noch werden die Stadtregionen um den Berliner Ring abgekühlt, das geplante Gewerbegebiet würde diesen Effekt jedoch verhindern.
  • 50 ha Wald speichern jährlich 600 Tonnen CO², die durch Rodung freigesetzt würden.
  • Wesentliche Aufgabe der Politik müssen Klimaschutz und Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel sein.

Was steckt hinter dem Begriff „Jahrhunderthochwasser“ und der Bedrohung dadurch im Bamberger Osten?

Mikroklimaforscher Prof. Foken: 

  • zu Hinweisen der Stadt Bamberg, die Armeestraße müsse zur Vorbeugung eines Jahrhunderthochwassers angepasst werden sagt Prof Foken: 
  • Der Begriff Jahrhunderthochwasser trifft auf dieses Gebiet gar nicht zu, sondern kommt nur im Bereich von Flussläufen vor.

Wie hoch ist der Flächenbedarf für kleinere und mittlere Unternehmen, die emissionsarm sind, in Bamberg?

Diplom-Volkswirt Jonas Glüsenkamp zeigt auf:

  • durch Einbindung von über 20 ha brachliegender Gewerbeflächen im Stadtgebiet und einer maßvollen Entwicklung auf der MUNA sind Flächenversiegelungen und -verluste auf ein Mindestmaß reduzierbar.
  • Statt eines angeblichen Bedarfs von 75 ha wurde anhand eines öffentlich einsehbaren Gutachtens ein tatsächlicher Bedarf von 23 ha ermittelt, sofern Logistiker und emissionsstarke Betriebe außen vor bleiben.

Welche Auswirkung hat das geplante Industrie- und Gewerbegebiet auf den Artenschutz?

Biologe Martin Bücker:

  • Im Rückzugsraum Muna wurden 65 Vogelarten gefunden, 16 davon wertgebend.
  • Die Verantwortlichen nehmen keinerlei Rücksicht auf ökologisch wertvolle Flächen und Tiere.
  • Angedachte Ausgleichspflanzungen an anderen Orten ist Etikettenschwindel, also eine Maßnahme die nur auf dem Papier Wirkung zeigt.

Was bedeutet der Ausbau der Armeestraße für den Hauptsmoorwald und den Bamberger Osten?

Astrid Kohl-Zahner:

  • Laut Stadt soll die Armeestraße als eine Anbindung an ein Industrie- und Gewerbegebiet durchgesetzt werden, wozu auch ein Kreisverkehr auf Höhe der Lebenshilfe gehört.
  • Dies würde bedeuten: erhebliche Zunahme an Schwerlastverkehr mit einem hohen Anstieg von Lärm- und Schadstoffbelastungen
  • Sämtliche Ausbaumaßnahmen sind nur durch Rodungen und Flächenverlust zu Lasten des Hauptsmoorwaldes machbar
  • Aussage von OB Starke, dass der Wald in seiner jetzigen Form erhalten bliebe, ist also irreführend!
  • Die Planungen für die Armeestraße sind ein weitreichender Einschnitt in das bestehende Naherholungsgebiet und in die Lebensqualität vieler Bürger

Wie sieht der Abstimmzettel aus und wo muss ich ankreuzen? 

Beim Ankreuzen auf dem Abstimmzettel ist Vorsicht geboten, damit die Stimme gültig ist. Wie ein Abstimmzettel „Für den Hauptsmoorwald“ ausgefüllt werden muss siehe Bild oberhalb dieser Frage. Durch die zwei Fragen ist der Abstimmzettel doch etwas verwirrend. Hinter der Frage mit dem Titel „Für den Hauptsmoorwald“ steht das Bürgerbegehren der Bürgerinitiative und die Ablehnung des Bebauungsplans Nr. 429 der Stadt. Hinter der Frage mit dem Titel: „Bambergs Zukunft: Hauptsmoorwald erhalten und „Muna“ gestalten“ verbirgt sich die Rodung durch die Stadt. Bitte genau lesen und beim Ankreuzen aufpassen.

Weitere häufig gestellte Fragen zum Bürgerentscheid werden hier beantwortet.

Termine im Endspurt: 

17.11.2018: 10 – 16 Uhr Infostand Gabelmann mit Aktion: Künstler für den Hauptsmoorwald

18.11.2018: BÜRGERENTSCHEID: WÄHLEN GEHEN!

Das sind wir – Die Bürgerinitiative

Ich engagiere mich für den Hauptsmoorwald, weil …

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So schön ist es in der Muna


Fotos: Hermann Bösche, Martin Bücker, Gerhard Spörlein


Jetzt gehts ins Finale – Bürgerentscheid – 18.11.18

Für alle Bamberger bedeutet das: WÄHLEN GEHEN gegen das geplante Industrie- und Gewerbegebiet und gegen die Rodung von circa 60 ha Wald. Merk Dir den Tag vor, plan die Wahl in Deinen Sonntag ein, mobilisiere Freunde, Bekannte und Verwandte: Deine Stimme zählt Für den Hauptsmoorwald!

13094 haben gegen die Bebauungspläne und für einen Bürgerentscheid unterschrieben

Fotos: Bernd Zwönitzer

Wir sind überwältigt. 13094 Unterschriften wurden innerhalb von knapp zwei Monaten in Bamberg für das Bürgerbegehren gegen die Bebauungspläne im Hauptsmoorwald gesammelt. Ein Riesen Dank an alle, die uns unterstützt haben: an über 120 Sammelstellen in ganz Bamberg, an alle unterstützenden Organisationen und an die vielen, vielen Bürger, die selber aktiv geworden sind und gesammelt haben. Jeder hat geholfen, gemeinsam haben wir das geschafft. Ohne diese fantastische Unterstützung überall in Bamberg hätten wir so viele Stimmen nicht in so kurzer Zeit sammeln können. Am 23. August hat der Feriensenat unser Bürgerbegehren als erfolgreich erklärt. Jetzt geht’s ins Finale: BÜRGERENTSCHEID am 18.11.2018.