Hauptsmoorwald erhalten – Bamberg nachhaltig gestalten

1) Ausweisung von Schutzgebieten

Für den Biologen Martin Bücker ist in Konsequenz aus dem Bürgerentscheid ganz klar: „Die großen Waldflächen der MUNA sind nun als Bannwald zu sichern, der Schießplatz als Naturschutzgebiet auszuweisen sowie das bestehende NSG auf der MUNA nach Norden zu erweitern.“ Und sein Kollege Erich Spranger ergänzt „Die herausragende klimatische und naturschutzfachliche Bedeutung dieser stadtnahen Naturflächen wurde vielfach bestätigt. Daher ist ihre verbindliche Sicherung für uns Voraussetzung für alle weiteren Überlegungen“.  Auf den Karten sind Visualisierungen zu finden. Für Erklärungen bitte auf die Bilder klicken.

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2) Gesamtkonzept für eine nachhaltige Stadtentwicklung

Wir treten außerdem für eine nachhaltige und behutsame Entwicklung Bambergs ein. „In der Auseinandersetzung des letzten Jahres wurde mehrfach deutlich, dass gute Lösungen für anstehende Herausforderungen nicht zu erreichen sind, wenn ausschließlich ein kleiner Teil des Stadtgebietes dafür in den Blick genommen wird“, erläutert Stefan Kurz. Ein Beleg dafür ist z.B. der geplante Polizeistandort im Hauptsmoorwald, für den auf Druck ein alternativer Standort im Stadtgebiet gefunden wurde. Wir fordern daher ein Gesamtkonzept für eine nachhaltige Stadtentwicklung, das dem Wohl der Allgemeinheit dient, eine sozial gerechte Flächennutzung gewährleistet und dazu beiträgt, eine  menschenwürdige Umwelt zu sichern und die natürlichen Lebensgrundlagen zu schützen. Astrid Kohl Zahner: „Wir erachten einen gesamtstädtischen Beteiligungsprozess für eine nachhaltige Stadtentwicklung als notwendig und sinnvoll, um sich für aktuelle und zukünftige  Herausforderungen gut aufzustellen.“ Dazu müssen folgende Kriterien als Maßstab angelegt werden: Der Gesundheitsschutz der Bevölkerung muss bei Planungen an erster Stelle stehen. Damit einher gehen deutliche Minderungen der Verkehrs-, Abgas- und Lärmbelastungen, echter Klimaschutz und die Sicherung der Frischluftzufuhr für das Stadtgebiet. Der Flächenverbrauch bei zukünftigen Projekten muss auf ein Mindestmaß reduziert werden und wirksame Maßnahmen zum Natur- und Artenschutz und Erhalt von noch vorhandenen Grünflächen, sowie zur Sicherung von Wasser- und Trinkwasserreservoiren ergriffen werden.

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3) Reduzierung der Belastung und Verbesserung der Situation des Bamberger Ostens

Die Menschen im Bamberger Osten und Südosten sind schon jetzt durch Industrie- und Gewerbe, den Münchner- und Berliner Ring sowie die Autobahn starken Belastungen durch Abgase, Lärm und Verkehr ausgesetzt. Wir verlangen, dass in der zukünftigen Stadtentwicklung mit hoher Priorität für die dortigen Wohngebiete, eine Reduzierung der Belastungen und Verbesserung der Situation erreicht wird. „Völlig ausgeschlossen ist aus unserer Sicht der Ausbau der Armee- oder Geisfelderstraße als Entlastung für den Berliner Ring oder Erschließungsstraße. Solche Ausbaumaßnahmen würden zu mehr Verkehr und damit zu einer noch höheren Belastung für den Bamberger Osten mit Abgasen und Lärm führen“, verdeutlicht Astrid Kohl-Zahner. Stattdessen sprechen wir uns dafür aus, den Verkehr durch straßenverkehrsrechtliche Maßnahmen einzudämmen und statt Straßenausbau Kinder und Anwohner durch Tempo-30-Zonen und Fahrrad- und Spielstraßen zu schützen.
Es darf nach unserer Auffassung keinen Automatismus geben, in Folge dessen für Industrie- und Gewerbe nur im Bamberger Osten nach Standorten gesucht wird. „Eine sozial gerechte Flächennutzung, wie auch Planungen zur Verkehrsreduzierung, setzen eher auf Modelle der Dezentralisierung und versuchen z.B. Wohnen und Arbeiten möglichst nah zusammen zu bringen. Letztlich muss man aber auch über die Grenzen des Wachstums unserer Stadt diskutieren, wenn sich auf dem Stadtgebiert keine konsensfähigen Lösungen für bestimmte Projekte finden lassen“ so Björn Scharf.

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